XR News – 06.05.2021

Hier gibt es alle zwei Wochen eine kurze Übersicht über die wichtigsten News rund um VR und AR.

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HTC will neue VR-Brillen vorstellen

Am 11. und 12. Mai findet die ViveCon statt. Allen Anzeichen nach wird HTC hier zwei neue VR-Brillen vorstellen. Dabei handelt es sich vermutlich um das Highend-PC-VR-Gerät HTC Vive Pro 2 und die autarke VR-Brille Vive Focus 3 Business Edition mit schnellem XR2-Chip.
Die beiden Geräte richten sich laut HTC in erster Linie an Unternehmen und sollen angeblich zwischen 842 und 1.474 Euro kosten. Das Unternehmen aus Taiwan setzt bei der ViveCon bewusst auf die Schwerpunkte Remote Work, VR-Training, VR im Gesundheitssektor oder 3D-Visualisierung. Auch die Verbreitung von VR an ein diverses Publikum steht im Fokus. Mit „remote is the new normal“ wirbt HTC für die ViveCon. Diese startet am 11. Mai ab 18 Uhr deutscher Zeit. Die Anmeldung ist online möglich.

Forschung: Laufen im Sitzen

Die Perspektive in Virtual Reality zu verändern ist kein Problem. Schwieriger wird es dann schon beim Versuch, sich mit einem realistischen Gefühl in einer virtuellen Umgebung zu bewegen. Zuletzt ist das der Uni Hamburg mit einem umgebauten Laufband gelungen: dem VR Strider. Jetzt haben die japanischen Wissenschaftler um Yusuke Matsuda von der University of Technology nachgelegt und ein revolutionäres System entwickelt. Durch Vibrationen soll ein Laufgefühl im Sitzen erzeugen. Das gelingt mit spezieller Hardware. Fußstützen geben den Nutzer:innen das Gefühl, dass sie wirklich im virtuellen Raum laufen. Auch Menschen mit Mobilitätsproblemen könnten von der Erfindung profitieren, schließlich können sie so das Gefühl des Laufens selbst erleben. Alle Einzelheiten zur Studie gibt es hier zum Nachlesen.

Pilotprojekt: Polizei setzt auf VR-Brillen

Hunderte Radfahrer kommen jedes Jahr im Straßenverkehr ums Leben. Die Polizei in Nordrhein-Westfalen testet darum jetzt Virtual-Reality-Brillen. Die Brillen sollen zur Verhütung von Verkehrsunfällen eingesetzt werden. Um zu verstehen, wie es zu gefährlichen Situationen kommt, können die Nutzer:innen verschiedene Perspektiven der Unfallbeteiligten einnehmen. Einmal die des LKW-Fahrers und die des Fahrradfahrers. Das gelingt mit zwei 360-Grad-Filmen. Die sind nicht interaktiv. Das NRW-Innenministerium hat für das Projekt extra zehn VR-Brillen angeschafft. Die Filme werden jetzt Verkehrsteilnehmenden ab 12 Jahren gezeigt. Zusätzlich sollen noch weitere Filme produziert werden. Verläuft das Pilotprojekt erfolgreich, sollen die VR-Brillen Ende 2021 im ganzen Land eingesetzt werden und für mehr Achtsamkeit im Straßenverkehr sorgen.