Places _ VR Hackathon

Wie können wir die Stadt der Zukunft lebenswerter, nachhaltiger, digitaler machen? 25 Teilnehmer*innen haben in vier Teams und nur 24 Stunden VR/AR-Prototypen gebaut, die helfen sollen Antworten auf diese Fragen zu finden. Die entwickelten Anwendungen sind dabei sowohl technisch, als auch thematisch sehr unterschiedliche Wege gegangen. Von der nachhaltigen VR-Flächenplanung über eine digitale 360°-Kirmes, bis hin zum virtuellen Friedhof und der Nutzung von immersiver Technologie in der Verkehrsplanung – die Ideen waren vielfältig und haben die Jury des Places _ VR Hackathons vor eine schwere Aufgabe gestellt.

Alle Teams

(c) Places _ VR Festival / Medienmalocher, Ravi Sejk

(c) Places _ VR Festival / Medienmalocher, Ravi Sejk

ARt Traffic
Robin Römer, Anke Haas & Yannic Toschke

„Schlosskreuzung“ in Paderborn
Die Modellkreuzung “Schlosskreuzung” in Paderborn erfasst schon jetzt mit Sensoren an den Ampeln Informationen zum Stau, Fahrverhalten und anderen Parametern. Die Gruppe hat sich mit Nutzungsmöglichkeiten dieser Daten auseinandergesetzt und bereits an zukünftige technologien gedacht. In diesem Fall das Autonome Fahren.
Mit Car to X,also “Auto zu Umwelt” kommuniziert das Auto mit einem unbestimmten Empfänger. Im Beispielcase der Gruppe ist dies eine Kreuzungs-Ampel. Die Daten werden an das Auto übermittelt und so kann beispielsweise die Bremsung eingeleitet werden, oder die Ampelschaltung bei geringen oder hohem Verkehrsaufkommen angepasst werden. In ihrer VR-Anwendung, die sich ziemlich genau an der Originalvorlage orientiert, hat die Gruppe dies veranschaulicht. Der Anwender sitzt als “Fahrer” im selbstfahrendem Auto und soll den Prozess verstehen, der von den Sensoren, über den Datenaustausch bis zur Auswertung des Autos geschieht.

(c) Places _ VR Festival / Medienmalocher, Ravi Sejk

(c) Places _ VR Festival / Medienmalocher, Ravi Sejk

VIRMES 2020
Raphael Bernal Tejedor, Mathis Prange,Viktor Waal, Viktor Gottfried & Dennis Wiosna

Digitale Umsetzung der Allerheiligenkirmes in Soest
Die größte Innenstadtkirmes Deutschlands musste dieses Jahr coronabedingt ausfallen. Das Team VIRMES 2020 hat deswegen in ihrem Prototypen das Erlebnis in den digitalen Raum verlegen. In der Augmented-Reality-App ist es dem Anwender möglich, die Kirmes bei Tag und Nacht zu erleben. Die Gruppe hat mit 360°-Aufnahmen eine Immersion der Kirmes geschaffen und bietet sogar die  Möglichkeit an einigen Kirmesbuden selbst zu spielen.Auch ökonomische Gedanken sind Teil des Prototyps: In den Planungen soll ein Teil der Einnahmen wird an die Austeller gespendet werden, die auf Grund der Corona-Pandemie hohe Ausfälle in 2020 haben.

(c) Places _ VR Festival / Medienmalocher, Ravi Sejk

(c) Places _ VR Festival / Medienmalocher, Ravi Sejk

The City Greenymizers
Sebastian Witt, Marita Metzler,  Soykan Soyucayl, Pooja Verma, Ismeni Walter & Michelle Adolfs

Grüne Daten zur Städteplanung
Mit einer VR-Sandbox-Lösung visualisiert die Gruppe städtebauliche Maßnahmen und schafft einen einfachen Zugang für Partizipation von Bürger*innen an grünen Bauprojekten.
In der VR-App setzt man aus einer Table-Top-Ansicht, Bäume, Gebäude, Grünflächen, Wasserflächen, etc. in einen abgesteckten Bereich. Ist der Entwurf fertig, kann der Anwender maßstabsgetreu in sein geschaffenes Bauprojekt eintauchen und diesen auf sich wirken lassen. Vorab erhobenen Daten zur Wärmeentwicklung, Lärmbelastung und Stress-Level komplementieren die Anwendung. Denn die App reagiert auf jede Handlung. Setzt der Anwender beispielsweise einen Baum auf eine Grünfläche, wird die positive oder negative Auswirkung auf die Wärmeentwicklung visualisiert. Die Anwendung gibt, basierend auf den Daten, direktes Feedback.

Die Gruppe möchte mit dieser VR-Erfahrung Stadtplaner*innen und Bürger*innen näher zusammenführen. Diese können so mehr am Prozess beteiligt werden. Bei den Planer wiederum wächst so das Verständnis für die Bedürfnisse der Menschen in der Stadt.

(c) Places _ VR Festival / Medienmalocher, Ravi Sejk

(c) Places _ VR Festival / Medienmalocher, Ravi Sejk

Trost in Soest
Daniel Brück, Christian Schulz, Katia Sophia Ditzler, Anna Buttler & Sara Hartmann

Friedhof im 21. Jahrhundert
Die Gruppe “Trost in Soest” hat bei ihrem VR-Prototyp einen klaren Fokus auf das ganz Persönliche gelegt. Was möchte ich meinen Hinterbliebenen zeigen? Was möchte ich ihnen auf den Weg geben? Das sind zwei zentrale Fragen dieser Anwendung. Innerhalb der Anwendung kann man selbst sein Grab gestalten und persönliche Items dort einbinden. Das können Videos, Sounds, Musik, Zitate und noch vieles mehr sein. Auch bietet die VR-Anwendung Zugang zu Friedhöfen und Gräbern für Leute, die körperlich nicht mehr Lage sind dort zu sein. Der Gruppe geht es darum den digitalen Nachlass weiterzudenken – vielleicht die Sterbekultur damit nachhaltig zu ändern und die positive Auseinandersetzung mit dem Tod in den Vordergrund zu stellen. Die Gruppe beschreibt es passend  damit, “seinen digitalen Nachlass kuratieren” zu können.

Die Gewinner des Places _ VR Hackathon  2020

The City Geenymizers

The City Geenymizers

Mit ihrer VR-Anwendung hat die Gruppe ein aktuelle sehr relevantes Thema, die Nachhaltige Stadtplanung, besetzt:. Das Besondere daran ist, dass in der Sandbox direktes Feedback an den Planer gegeben wird und so ein partizipatives Miteinander zwischen Einwohnern und den Stadtplanern stattfindet. Gelobt wurde darüber hinaus, dass der Prototyp nicht nur Dummy war, sondern in 24 Stunden schon ein Großteil der Funktionen tatsächlich real zu bedienen waren.

Team Trost in Soest

Team Trost in Soest

Das Team hat sich viele Gedanken darüber gemacht, wie man eine digitale Sterbekultur gestalten kann. Durch Audio-Logs, Videos, Bilder oder 3D-Objekte die man rund um das virtuelle Grab des Verstorbenen einblenden kann wird die Erinnerungskultur an die Verstorbenen mehrdimensionaler. Das Team hat sich Gedanken darüber gemacht, wie man einen schlichten einfachen Grabstein, auf dem nur der Name steht, mit mehr Informationen und damit auch Emotionen anreichern kann.

(c) Places _ VR Festival / Medienmalocher, Ravi Sejk

Gesamte Preisverleihung im Re-Live

Impressionen

(c) Places _ VR Festival / Medienmalocher, Ravi Sejk

Die Themenpaten

Stadt Soest
In 682 Jahren ist die Soester Kirmes nur 3 mal ausgefallen. Auch 2020 kann die größte Innenstadtkirmes Deutschlands nicht stattfinden. Wie wird so ein traditionsreiches Event im digitalen Raum erlebbar? Und wie kann ein Ort wie der Friedhof von der Innovationskraft der Extended Reality profitieren?

Das StadtLABOR der digitalen Modellkommune Soest bringt zwei Challenges zum Places _ Hackathon mit, die den digitalen Mehrwert für die Stadtgesellschaft in den Mittelpunkt stellen.

Stadt Paderborn (Digitale Modellregion OWL)
Wie können dank eines Zusammenspiels von IOT, Big Data und AR/VR alle Verkehrsteilnehmer*innen – auch mit Mobilitätseinschränkungen – in einer modernen Mobilitätswelt gut miteinander auskommen.

Wie können mittels IOT, Big Data und AR/VR alle Verkehrsteilnehmer*innen sich miteinander vernetzen, um die Sicherheit/Aufmerksamkeit zu erhöhen und Verkehrsströme intelligent(er) zu steuern?

Spurwechsel Zollverein
Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Oder anders gefragt: Wie lassen sich die Wünsche von Anwohner*innen, Beschäftigten und Besucher*innen auf der ehemaligen Zeche Zollverein zusammenbringen?

Das Projekt “Spurwechsel Zollverein” stellt eine Challenge im Bereich der Mobilität rund um das Weltkulturerbe Zollverein

Open Innovation Lab im ARENA PARK
Wie funktioniert eine Vielzahl von Sensoren im öffentlichen Raum? Was nehmen sie auf und machen Sensoren an diesen Stellen Sinn?

Aus der Vernetzten Stadt und digitalen Modellkommune Gelsenkirchen kommt eine Challenge des “Open Innovation Lab im ARENA PARK”, die die Themengebiete 3D-Modelle, IoT und Big Data verbindet.

Tourismus NRW e.V.
Wie kann Immersion mich als Reisende*r und Tourist*in noch tiefer in eine Stadt ziehen?

Das Projekt “Urbanana” des Tourismus NRW e.V. stellt eine Challenge aus dem Bereich Tourismus & Reise.

open landscape lab
Grüne Daten für die Stadt der Zukunft!
Wie können wir offene Daten für die kollaborative Gestaltung grüner Landschaften der Stadt nutzen? Was können AR, VR und MR Technologien dazu beitragen, können Menschen damit bessere Handlungsoptionen bekommen und so die grüne Stadt der Zukunft gemeinsam gestalten?
Eine Kooperation von lala.ruhr & Innovationstreiber

Jury

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Farina Hamann

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Dr. Eike Langbehn

wolfgang-jung

Wolfgang Jung

Der Places VR _ Hackathon 2020 wird unterstützt von:

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ihk

Die Sparkasse Gelsenkirchen unterstützt den Hackathon _ 2020 durch Sponsoring des Preisgeldes für den besten Prototypen.

Der Preis für die beste Idee wird zur Verfügung gestellt von der IHK Nord Westfalen.

Die innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft gGmbH sponsert bei dem Hackathon _ 2020 den Publikumspreis.

Hackathon _ 2018

Auch schon 2018 haben 31 Teilnehmer, innerhalb von 24 Stunden neue VR/AR-Anwendungen prototypisch entwickelt. Hier geht es zum Rückblick 2018:

Hast du Fragen zu dem Hackathon?

Meld dich jetzt bei Sabrina, sie ist deine Ansprechpartnerin zum Thema Ablauf und beantwortet dir alle Fragen.